Datengrundlage

Als Grundlage der Qualitätsmessung im QSR-Verfahren dienen anonymisierte Routinedaten der AOK. Dazu gehören Angaben über Erkrankungen und Eingriffe, Liegezeiten, Verlegungen und abgerechnete Krankenhausentgelte stationärer Behandlungen gemäß § 301 SGB V sowie je nach Leistungsbereich auch Abrechnungsdaten niedergelassener Ärzte und Arzneiverordnungsdaten. Dabei sind die Erkrankungen mittels ICD-10 (International Classification of Diseases, 10. Revision) und alle Eingriffe mittels OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel) kodiert.

Die Daten werden fallübergreifend und in Verbindung mit weiteren administrativen Versichertendaten der Krankenkasse - wie etwa dem Alter und Geschlecht der Patienten, dem Versichertenstatus und dem Überlebensstatus - analysiert. Dabei werden alle Daten so anonymisiert, dass verschiedene Behandlungsereignisse einem Patienten zugeordnet werden können, ohne dass die Identität des Patienten bekannt oder ermittelbar ist.

Durch die Betrachtung des individuellen Behandlungsverlaufs ist es möglich, bestimmte Patienten z. B. mit ähnlichem Eingriff im Vorjahreszeitraum aus den Analysen auszuschließen. Durch die Analyse von Nachbeobachtungszeiträumen ist die Betrachtung von Qualitätsindikatoren jenseits des Krankenhausaufenthalts wie Mortalität und komplikationsbedingte Wiederaufnahmen nach 30 Tagen, 90 Tagen und einem Jahr möglich. Patienten, die nicht während der kompletten Nachbeobachtungszeit Mitglied der AOK waren und kein Ereignis aufwiesen, werden aus den Analysen ausgeschlossen.

Aktuell werden im AOK-Krankenhausnavigator die Leistungsjahre 2012 bis 2014 für die Endoprothetik-Leistungsbereiche und die Bereiche Gallenblasenentfernung bei Gallensteinen, Appendektomie, Therapeutischer Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt, Prostataoperation bei benignem Prostatasyndrom und Radikale Prostatektomie (RPE) bei Prostatakarzinom berichtet, wobei Komplikationen bis Ende 2015 berücksichtigt werden.