Therapeutischer Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt

Der Herzkatheter kommt heutzutage in der Therapie verschiedener Herzerkrankungen zum Einsatz. Mit seiner Hilfe können Ärzte verstopfte Arterien wieder durchgängig machen, und zwar mit einem aufblasbaren Ballon und metallenen Gefäßstützen. Hierzu schiebt der Arzt einen sehr dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) bis zur verengten Stelle des betroffenen Blutgefäßes vor. An der Spitze des feinen Schlauches befindet sich ein zusammengefalteter Ballon, der an der Engstelle aufgebläht wird und diese dadurch weitet. In den meisten Fällen wird gleichzeitig eine auf dem Ballon aufgebrachte Gefäßstütze aus Edelstahl (Stent) entfaltet. Diese soll verhindern, dass sich die geweitete Engstelle nach dem Entfernen des Ballons wieder verschließt. Der therapeutische Herzkatheter gehört heute zu den häufigen Behandlungen in der Kardiologie. Komplikationen treten dabei eher selten auf. Dennoch birgt auch der therapeutische Katheter Risiken. So kann es zu Gefäßverletzungen, Herzrhythmusstörungen, Nierenschädigung durch das Kontrastmittel oder sogar zum Herzinfarkt kommen.

  • Gesamtbewertung für therapeutische Herzkatheter (PCI)
    Die einzelnen Indikatoren werden zu einer Gesamtbewertung zusammengefasst. Je nach der ermittelten Gesamtqualität der Behandlung kann ein Krankenhaus einen, zwei oder drei Lebensbäume erhalten.
     
  • Sterblichkeit innerhalb von 30 Tagen nach dem Eingriff
    Es ist höchst selten, dass Patienten an den Folgen des Eingriffs versterben. In seltenen Einzelfällen können Komplikationen jedoch zum Tod führen.
     
  • Sonstige Komplikationen innerhalb von 30 Tagen nach dem Eingriff
    Zu den sonstigen Komplikationen gehören unter anderem größere Blutverluste, die eine Bluttransfusion notwendig machen, tiefe Beinvenenthrombosen und Verletzungen der Gefäßwand mit verschiedenen Folgekomplikationen wie abnormalen Verbindungen zwischen einer Arterie und einer Vene (arteriovenöse Fistel), Arterienerweiterungen (Aneurysma) oder die Aufspaltung von Gefäßwandschichten (Dissektion). Auch das akute Nierenversagen, bei dem eine Dialysebehandlung notwendig wird, zählt zu den möglichen Komplikationen nach einer Behandlung mit dem Herzkatheter.
     
  • Erneuter therapeutischer Herzkatheter (PCI) innerhalb von 91 bis 365 Tagen nach Entlassung
    Um alle Verengungen der Herzkranzgefäße zu behandeln, folgen in einigen Fällen der Erstbehandlung mit therapeutischem Herzkatheter weitere Eingriffe. Die Folgebehandlung sollte in der Regel innerhalb von 90 Tagen erfolgen. Spätere Eingriffe sollten, wenn möglich, vermieden werden.
     
  • Bypass-Operation innerhalb von 31 bis 365 Tagen nach der Entlassung
    Um Verengungen der Herzkranzgefäße zu behandeln, muss in seltenen Fällen auf die Herzkatheterbehandlung eine Bypass-Operation folgen. Die Operation sollte in der Regel innerhalb von 30 Tagen stattfinden. Eine spätere Bypass-Operation weist auf einen ungeplanten Eingriff hin.

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