SIQ! Kongress 2017: Krankenhaus-Qualität im Fokus

Das Thema „Qualität im Krankenhaus“ steht im Mittelpunkt eines Kongresses, den der AOK-Bundesverband am 18. und 19. Mai 2017 zusammen mit der „Stiftung Initiative Qualitäts-kliniken“ (SIQ!) in Berlin veranstaltet. Das zentrale Thema des Kongresses ist die Umsetzung der Qualitätsagenda des Krankenhausstrukturgesetzes. Dazu wird Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe Stellung nehmen, und es ist eine Podiumsdiskussion mit Dr. Francesco De Meo (Helios Kliniken), Lutz Stroppe (Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium), Cornelia Prüfer-Storcks (Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg), Thomas Reumann (Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft), Dr. Christof Veit (Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen) und Martin Litsch (AOK-Bundesverband) geplant. Darüber hinaus wird es im Programm unter anderem um die Themen Qualitätstransparenz, Patientensicherheit, Qualitätsmanagement und qualitätsorientierte Vergütung gehen. Referenten des WIdO werden auch über den aktuellen Stand bei der Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR) berichten. Nähere Informationen gibt es auf der Kongress-Homepage.

Neue QSR-Indikatoren für Kliniken zu Geburtshilfe und Herzinsuffizienz

Zum Verfahrensjahr 2016 sind Qualitätsindikatoren für die Geburtshilfe bei vaginaler Entbindung und bei Entbindung per Kaiserschnitt (Sectio) neu entwickelt worden. Die Indikatoren erfassen Dammrisse, chirurgische Komplikationen, Infektionen und Brustentzündungen. Einen Abschlussbericht zur Entwicklung der Indikatoren finden Sie hier. Weiterhin wurde das Indikatorenset im Leistungsbereich Herzinsuffizienz um drei Indikatoren zur poststationären Arzneimittelversorgung erweitert. Hier konnte auf Vorarbeiten des AQUA-Instituts zurückgegriffen werden. Klinikbezogene Ergebnisse sind ausschließlich für Kliniken über den aktuellen QSR-Klinikbericht abrufbar. 

Erneute Herzkatheterinterventionen bei Patienten ohne Herzinfarkt rückläufig

Die QSR-Indikatoren für den Leistungsbereich Therapeutischer Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt zeigen in den letzten Jahren eine Abnahme unerwünschter Ereignisse. Von 17,7 Prozent im Verfahrensjahr 2013 ist deren Häufigkeit  auf 16,0 Prozent im aktuellen Verfahrensjahr 2016 zurückgegangen (siehe hier). Dahinter steht insbesondere ein langsamer, aber stetiger Rückgang der erneuten Herzkathetereingriffe zwischen dem 4. und 12. Monat nach der ersten PCI.