Verwendete Daten

Grundlage der statistischen Auswertung sind zum einen Routinedaten, die Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte den Krankenkassen übermitteln, um die Behandlung von Patienten in Rechnung zu stellen. Zum anderen basiert die Auswertung auf Versichertenstammdaten, über die Krankenkassen ohnehin verfügen.

Im QSR-Verfahren werden anonymisierte Daten von AOK-Patienten ausgewertet, die im Krankenhaus wegen ihrer Erkrankung behandelt oder operiert wurden. Die Anonymität der Personen bleibt in allen Daten und Auswertungen gewahrt.

Im QSR-Verfahren wird die Krankheitsgeschichte eines Patienten bis zu einem Jahr nach der Erstoperation nachverfolgt. Treten also bei einem Patienten innerhalb eines Jahres nach der Entlassung ausgewiesene Komplikationen bzw. unerwünschte Folgeereignisse auf, so werden diese bei der Auswertung berücksichtigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Patient wieder in jenes Krankenhaus aufgenommen wird, in dem der erste Eingriff erfolgte oder in eine andere Klinik.

Weil die WIdO-Experten großen Wert auf die Verlässlichkeit der Ergebnisse legen, genügen ihnen die Daten nur einiger weniger Patienten nicht. Das QSR-Verfahren berücksichtigt bei den ausgewiesenen Krankheitsbildern jeweils nur Krankenhäuser, die innerhalb von drei Jahren mindestens 30 AOK-Patienten mit dem betreffenden Krankheitsbild versorgt haben. Aktuell werden im AOK-Krankenhausnavigator die Leistungsjahre 2012 bis 2014 für die Endoprothetik-Leistungsbereiche sowie für die Leistungsbereiche Gallenblasenentfernung, Blinddarmentfernung, Therapeutischer Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt, Operation bei gutartiger Prostatavergrößerung und Vollständige Prostataentfernung bei Prostatakarzinom berichtet, wobei Komplikationen bzw. unerwünschte Folgeereignisse bis Ende 2015 berücksichtigt werden